Silvia Anna Brinkmann                                          Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie           Zusatzbezeichnung Homöopathie        
     Praxis für Psychiatrie, Psychotherapie und Homöopathie Heidelberg
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Komplexmittel und Schüssler-Salze Das Krankheitssymptom ist nach der homöopathischen Lehre ein Versuch des Organismus die beeinträchtigte Lebenskraft oder Lebensenergie in einem bestmöglichen Gleichgewicht zu halten. Homöopathische Mittel können -genauso wie die schulmedi- zinischen Medikamente- eine Krankheit unterdrücken. Wird eine chronische Erkran- kung unterdrückt, so wird sie in der Regel nach einiger Zeit wieder erscheinen, im schlechtesten Fall entstehen andere, schwerere Symptome, da der Organismus durch die Unterdrückung geschwächt wird. Schulmedizinisch werden zur Unter- drückung der Symptome meistens lebenslang Medikamente verordnet und benötigt, ohne dass die Erkrankung ausheilt. Ein typischesBeispiel ist die Entstehung von Asthma nach unterdrücktem Hautaus- schlag. Bei Kombinationen mehrerer homöopathischer Mittel (häufig in Form sogenannter Komplexmittel) wird nicht mehr nach den Regeln der klassischen Homöopathie be- handelt. Es wird nur ein Symptom betrachtet, nicht der gesammte Mensch. Es ist völlig unklar, wie eine Kombination dieser Mittel wirkt und ob diese nicht durch chro- nische Einsatz schweren Schaden verursachen können. Für die Behandlung schwerer Erkrankungen sind diese ungeeignet, da sie in der Regel keine tiefgrei- fenden Heilwirkungen entfalten können.   Schüsslersalze können sicherlich helfen, wenn sie nach den Grundsätzen der Homöopathie angewendet werden, d. h. wenn das vollständig erhobene Bild zu dem Menschen und sein Krankheitsbild zu dem Arzneimittel paßt. Sie jedoch ohne homöopathische Anamnese rein nach Symptomen anzuwenden (wie Silicea bei Hautproblemen, bei denen er hunderte , z. T. sicherlich passendere Arzneimittel gibt) halte ich persönlich für fahrlässig. Es können evtl. schwere Schäden durch Unter- drückung entstehen und Menschen homöopathisch nicht mehr behandelbar sein. Schon Hahnemann hat sich gegen diese Form der Anwendung der Homöopathie heftig gewehrt. So schrieb er zu guter letzt: Macht es nach, aber macht es genau nach.
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