Silvia Anna Brinkmann                                          Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie           Zusatzbezeichnung Homöopathie        
     Praxis für Psychiatrie, Psychotherapie und Homöopathie Heidelberg
Editorial Das Team Angebote der Praxis Abhandlungen Lesenswertes Praxis Links Kontakt Impressum
Homöopathie und Sucht Definition: Der Begriff Suchterkrankung beinhaltet viele ver-                  schiedene Formen psychischer und körperlicher                  Abhängigkeiten und Impulskontrollstörungen. Es                  wird die stoffgebundene Sucht (von Alkohol, Dro-                  gen, Tabak etc.) von der stoffungebundenen                  Sucht (Kaufsucht, Computersucht etc.) unter-                  schieden. Sucht beinhaltet häufig den zwanghaften Konsum, obwohl                  man sich über die negativen Folgen bewußt ist. Auch geht die Kontrolle                  über das eigene Verhalten häufig verloren. Bei einigen Suchtstoffen, z. B.                  Alkohol werden immer größere Mengen benötigt, um den gleichen Effekt,                  wie z. B. Entspannung zu erzielen (Toleranzsteigerung). Auch können                  sogenannte Entzugssymptome nach Beenden des Suchtmittelkonsums                  auftreten. Bei einem regelmäßigen Alkohol kann es daher zu Zittern,                  Krampfanfällen oder Delirien (z. B. in Form Verwirrtheit und Halluzina-                  tionen) kommen. Krampfanfälle und Delirien können einen tödlichen                  Ausgang nehmen. Auch können verschiedene Suchtstoffe sowohl zu                  schweren körperlichen als auch zu schweren psychischen Erkrankungen                  führen. Eine Entgiftung von Suchtstoffen homöopathisch zu begleiten ist zwar möglich, aber nicht immer anzuraten. Wichtig ist dabei, wie lange der Konsum besteht, welche Substanzen konsumiert wurden und ob mit Komplikationen zu rechnen ist. In den letztgenannten Fällen ist gegebenfalls eine Entgiftung in einem Krankenhaus unter Kontrolle dringend anzuraten. Es gibt homöopathisch keine spezifischen Suchtarzneimittel. Die Arzneimittelfindung erfolgt wie bei der klassischen Homöo- pathie üblich ganzheitlich und individuell. Erfahrungsgemäß spricht eine Suchter- krankung nicht gegen eine homöopathische Behandlung. Allerdings macht sie nur dann Sinn, wenn Abstinenz angestrebt wird. Ansonsten läßt sich nur schwer ein klares homöopathische Bild erheben, zum anderen kann das Arzneimittel durch den Suchtstoff stark gestört, evtl. sogar unwirksam gemacht werden. 
zurŘck