Silvia Anna Brinkmann                                          Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie           Zusatzbezeichnung Homöopathie        
     Praxis für Psychiatrie, Psychotherapie und Homöopathie Heidelberg
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Homöopathie und Schizophrenie
Definition: Der Begriff Schizophrenie kommt aus dem Grie-                  chischen und bedeutet übersetzt: “abgespaltene                  Seele”. Die Erkrankung kann verschiedene Ebe-                  nen der Psyche und des Geistes betreffen. So                  kann es zu Störungen im Denken, im Wahrneh-                  men und Empfinden kommen. Als Positivsymptome bezeichnet man eine                  Übersteigerung und Fehlinterpretation des normalen Erlebens bis hin zu                  Halluzinationen (z. B. optischer oder akustischer Art). Es kann zu Ich-                  Störungen kommen, bei denen der Betroffene Schwierigkeiten hat, sich                  und sein eigenes Selbst von der Umwelt und den anderen zu trennen,                  was zu erheblichen Ängsten und dem Gefühl der Bedrohung mit entspre-                  chenden Handlungen führen kann. Zu den Ich-Störungen gehört z. B.                  auch das Gefühl, dass Gedanken laut werden.                  Negativsymptome entstehen häufig schleichend und äußern sich z. B. in                  Konzentrationsstörungen, vermindertem Antrieb, nicht selten auch in                  depressiven Symptomen. Diese sind oft schwieriger als die Positivsymp-                  tome zu behandeln. Die Behandlung der Schizophrenie durch die Homöopathie ist ausgesprochen schwierig. Im Rahmen der Schizophreniebehandlung hat aus meiner Sicht die Homöopatie eher den Stellenwert, sehr belastende Symptome abzumildern. Die Gefahr besteht, dass zwar die psychische Erkrankung gebessert wird, an ihrer Stelle aber eine schwere körperliche Erkrankung erscheint. In jedem Falle sollte die Reduzierung und gar das Absetzen der Medikamente äußerst kritisch gesehen werden und -wenn überhaupt- dann vorsichtig und kontrolliert erfolgen. Soziotherapeutische Maßnahmen (wie die Strukturierung des Tagesablaufs etc.) sind meistens erforderlich, Psychotherapie kann angebracht sein.
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